Oscars Installation „Der automatisierte Patriotismus“ gewinnt Jugendkunstpreis
Oberstufenschüler Oscar Hornidge aus der Stufe Q1 hat den renommierten Jugendkunstpreis 2023 des Berufsverbandes Bildender Künstler (BBK Rhein-Sieg e.V.) mit seiner kinetischen (beweglichen) Installation „Der automatisierte Patriotismus“ gewonnen. Das Kunstwerk zeigt vier US-Flaggen die mittels eines elektronischen Antriebs in einer Endlosschleife mechanisch geschwenkt werden. Die Installation zeigt einerseites den überbordenden Stolz der Amerikaner, andererseits kritisiert Osacr damit, den mechanistischen, gefühllosen Akt des Fahneschwenkens der US-Nationalisten unter dem Motto „America First“.
Koppelkurs Kunst-LK als Erfolgsmodell
Oscar ist Schüler des Kunst-LK, der von Anke Grams als Koppelkurs zwischen dem Konrad-Adenauer-Gymnasium und dem Amos-Comenius-Gymnasium unterrichtet wird. Koppelkurse werden eingerichtet, um das Angebot an wählbaren Oberstufenkursen an beiden Schulen zu erweitern. So können auch kleinere Kurse unterrichtet werden, die speziell in diesen Fächern begabte Schüler/innen fördern. Wie wunderbar das gelingt, zeigt sich an den eindrucksvollen Ergebnissen des Kunst-LK, der einige seiner diesjährigen Arbeiten mit einer Vernissage in der Immanuelkirche am Heiderhof ausstellte.
Vernissage zeigt „Dimension des Traumes“
Alle Kursteilnehmer/innen präsentierten ihr eigenes Werk mit einem elfzeiligen Gedicht (Elfchen) und standen danach den zahlreich erschienenen Gästen für Fragen zu ihren Bildern zur Verfügung. Unter dem Thema „Dimension des Traumes“ hatten die Schüler/innen großformatige, freie, oftmals abstrakte Bilder gemalt, die deren individuelles Traumerleben widerspiegelten. Die Bilder zeigen die ganze Bandbreite des menschlichen Traums, etwa von fröhlich bunten Eindrücken (Oscar Hornidge), über unterschiedliche Seelenlandschaften, die sich sogar bis ins Weltall spinnen (Nat Hummel) bis hin zu düsteren alptraumhaften Schlaferlebnissen, wie z.B. einer Metro-Kollision (Matilda Gies). „Das Arbeiten an diesen großformatigen Werken erfordert hohe Flexibilität von den Schüler/innen“, so Kursleiterin Grams. Die Schüler/innen hätten sich bereitwillig auf dieses Arbeiten eingelassen und seien oft über sich hinausgewachsen. Das haben sie auf der Vernissage, die vom Jugendchor „Golden Voices“ gesanglich wunderbar untermalt wurde, auf eindrucksvolle Art und Weise bewiesen.
Nils Klatte

