Lehrkräfteausbildung

Die Ausbildung von angehenden Lehrkräften im Referendariat ist das Herzstück unserer Ausbildungstätigkeit am Amos-Comenius-Gymnasium. Als Ausbildungsschule (in Trägerschaft der Evangelischen Kirche im Rheinland, kurz EKiR) des ZfsL Bonn sind wir ein zentraler und weichenstellender Lernort für Lehramtsanwärter*innen (LAA) während des 18-monatigen Vorbereitungsdienstes, der mit der Zweiten Staatsprüfung abgeschlossen wird.

Dieser verantwortungsvollen und gleichzeitig spannenden Aufgabe sind sich alle Lehrkräfte, die Ausbildungsbeauftragte (ABB) sowie die Schulleitung sehr bewusst und stehen den Lernenden von Beginn an als kompetente und verlässliche Ansprechpartner*innen zur Seite. Ein wertschätzender und konstruktiver Umgang aller Beteiligten bildet die Basis der Zusammenarbeit.

Auf Grundlage der zentralen Vorgaben für den Vorbereitungsdienst (OVP mit Kerncurriculum, Referenzrahmen Schulqualität, Orientierungsrahmen für Lehrkräfte in der digitalisierten Welt) gestalten wir im Rahmen unseres Ausbildungsprogrammes vielfältige praktische wie theoretische Lerngelegenheiten in allen Handlungsfeldern des Lehramtsberufs mit dem Ziel, einen lebenslanges Professionalisierungsprozess zu initiieren.

Aus diesem Grund ist uns ein personenorientierter Ansatz in der zweiten Ausbildungsphase besonders wichtig. Neben berufsbezogenen Fähigkeiten soll die eigene pädagogische und reflexive Haltung sowie der Blick für das schulische Miteinander gefördert werden.

Im Sinne einer nachhaltigen Qualifizierung unterstützen wir die Referendar*innen auch bei der Schulung digitaler Kompetenzen, die Dank der sehr guten technischen Ausstattung der Klassen- und Fachräume erprobt werden können.

Im Ausbildungsunterricht (AU/UuA) erhalten sie Gelegenheit zur Entwicklung der an verbindlichen Standards orientierten Kompetenzen für Unterricht und Erziehung, Beurteilung, Diagnostik, Beratung, Kooperation und Schulentwicklung im. Hierbei sind das stetige, kriteriengeleitete Hinterfragen des eigenen Unterrichtshandelns und die Ausbildung des professionellen Wissens ein wichtiges Element zur Förderung einer umfassenden Reflexionskompetenz, die als Bedingung für ein lebenslanges Lernen im Lehramtsberuf gilt.

Der selbstständige Unterricht (SU), der zu Beginn eines Halb- oder Schuljahres einsetzt und sich über zwei Halbjahre erstreckt, ermöglicht es, die ersten praktischen Erfahrungen zu vertiefen und eigenverantwortlich zu erweitern.

Themen und Inhalte des schulischen Ausbildungsprogramms sowie Beratungsbedarfe werden unterrichtsbegleitend in einer wöchentlich stattfindenden ABB-Stunde bearbeitet.

Als Teil des Kollegiums bereichern die Lehramtsanwärter*innen synergetisch das Schulleben am Amos, z.B. durch Teilnahme an bzw. Mitgestaltung von außerschulischen Lernanlässen, Projekten, Fortbildungen oder AGs.

Für die Koordination und Betreuung der schulpraktischen Ausbildung im Referendariat ist Katharina Jansen als Ausbildungsbeauftragte verantwortlich.


 

Eignungs- und Orientierungspraktikum und Praxissemester

Als Ausbildungsschule für das Eignungs- und Orientierungspraktikum im Bachelor (EOP) sowie für das Praxissemester (PXS) im Rahmen der lehramtsbezogenen Master-Studiengänge des Bonner Zentrums für Lehrerbildung (BZL) der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn ermöglichen wir den Studierenden in diesen Praxisphasen das Kennenlernen des Lernortes Schule und die Auseinandersetzung mit den Anforderungen des Lehramtsberufs.

Es ist uns ein Anliegen, vielseitige Einblicke in die Erziehungs- und Lebenswirklichkeit von Schule und Unterricht zu ermöglichen und Gelegenheiten für die Erprobung der eigenen Ressourcen zu schaffen. Beratungs- und Reflexionsgespräche fördern dabei die Auswertung und Vernetzung der praktischen Erfahrungen mit den universitären Lehrinhalten. Zudem profitieren die Praktikant/innen vom kollegialen Austausch und Miteinander, in das wir sie während ihrer Hospitationszeit bei uns einbinden.

Bei der Gestaltung der Praktika und unseres Begleitprogrammes orientieren wir uns an den verbindlichen Standards der Lehramtszugangsverordnung (LZV) und den Rahmenbedingungen der beteiligten Institutionen.

In allen Klassenräumen stehen digitale Tafeln/Screens und Dokumentenkameras zur Verfügung, iPads können als Klassensatz ausgeliehen werden und wir arbeiten mit der Lernplattform Moodle und dem Videokonferenz-System alfaview. Diese digitale Infrastruktur ist grundlegend für eine moderne Ausbildung und öffnet den Blick für Digitalisierungs-prozesse sowie die Arbeit mit digitalen Medien.

Betreut werden die Studierenden von den jeweiligen Fachlehrer/innen und der für das EOP/PXS zuständige Ausbildungsbeauftragten Frau Neubert, mit der regelmäßige ABB-Sitzungen stattfinden.

 

Eignungs- und Orientierungspraktikum (EOP)

Während des Eignungs- und Orientierungspraktikums sollen Sie, liebe Studierende, einen (ersten) Einblick in den Berufsalltag eines Lehrers gewinnen. Dies möchten wir Ihnen unter besten Voraussetzungen und Bedingungen ermöglichen.

Neben der Schul- und Unterrichtserkundung (Hospitation) sehen wir es als wichtigen Teil des Praktikums, dass Sie Einblicke in weitere Bereiche des Lehrerberufs (wie z.B.  die Begleitung von Pausenaufsichten, Teilnahme an Konferenzen, Elternabenden oder außerschulischen Aktivitäten) gewinnen und die Möglichkeit erhalten, ggf. kleinere Unterrichtselemente oder -stunden unter Anleitung der Fachlehrer/innen zu planen, durchzuführen und zu evaluieren.

Zum Ablauf des EOP:

Vor Beginn des Praktikums findet ein Treffen mit der zuständigen Ausbildungsbeauftragten statt. Sie erhalten dann wichtige Informationen zur Schule und zum Praktikum bei uns. Während des Praktikums finden wöchentlich weitere Treffen statt.

In der ersten Praktikumswoche begleiten die Studierenden bei uns eine Klasse durch ihren Schulalltag. Dies soll den Einstieg und die Orientierung bei uns erleichtern. In den folgenden Wochen kann dann ein Stundenplan gezielt nach Fachunterricht geplant werden.

Praktiumsanfragen (EOP)

Die einzelnen Universitäten haben verschiedene Vorgaben für das Praktikum. Informieren Sie sich bitte im Vorfeld über die für Sie geltenden Vorgaben, um eine ordnungsgemäße Anerkennung des Praktikums zu gewährleisten.

Anfragen für ein Eignungs- und Orientierungspraktikum stellen Sie bitte direkt an Inka Neubert unter:

neubert@acg-bonn.de

Bitte beachten Sie dabei Folgendes:

  • Stellen Sie sich kurz vor (Vor- und Nachname, Fächerkombination, Semester…).
  • Geben Sie, mit eigenen Worten, einen kurzen Überblick über die universitären Vorgaben des Praktikums. (Umfang, Dauer…)
  • Geben Sie den gewünschten Zeitraum an.

 

Praxissemester (PXS)

Das Praxissemesters ist im Studium einer der wichtigsten Bausteine der Professionalisierung und soll Sie, liebe Studierende, auf die Anforderungen des Referendariats und des Lehramtsberufs vorbereiten. Wir freuen uns, Ihnen diese Möglichkeit zu bieten und haben das Anliegen, beste Bedingungen für intensive und vielseitige Praxiserfahrungen zu schaffen und Sie bei der Verbindung universitärer Theorie und schulischer Praxis zu unterstützen.

Neben der Hospitation im Unterricht, der Planung, Durchführung und Evaluation eigener Unterrichtselemente oder -stunden schaffen wir viele Möglichkeiten für Einblicke in weitere Bereiche des Lehramtsberufs.

Zum Ablauf des PXS:

Vor bzw. zu Beginn des Praxissemesters findet ein erstes Treffen mit der zuständigen Ausbildungsbeauftragten statt und die Studierenden erhalten alle wichtigen Informationen über die Schule und anstehende Termine etc.

In der ersten Woche hat sich bewährt, dass die Studierenden eine sog. „Buddy-Klasse“ durch ihren Schulalltag begleiten, um alle wichtigen Strukturen und Abläufe kennenzulernen und sich an der Schule zu orientieren. Ab der zweiten Woche starten die Hospitationen in den jeweiligen Fächern und in verschiedenen Jahrgangsstufen.

Nach weiteren ein bis zwei Wochen beginnen die Praxissemesterstudierenden unter Anleitung der Fachlehrer/innen einzelne Unterrichtselemente oder ggf. eine Unterrichtsstunde zu planen, durchzuführen und angeleitet zu evaluieren, um so erste eigene Unterrichtserfahrungen zu sammeln.

In den anschließenden Wochen planen die Studierenden in Absprache mit den jeweiligen Fachlehrern und -lehrerinnen ihre Unterrichtshospitationen und zum Ende des Praktikums das Bilanz- und Perspektivgespräch.

Während der gesamten Zeit werden die Studierenden in wöchentlichen Treffen mit der zuständigen Ausbildungsbeauftragten begleitet und unterstützt. Des Weiteren erhält jede/r Studierende eine/n feste/n Mentor/in, der/die insbesondere für fachliche Fragen und Absprachen Ansprechpartner/in ist.