Verleihung in Monheim
Ulla-Hahn-Jugendliteraturpreis 2025
Der Ulla-Hahn-Jugendliteraturpreis 2025 wurde am 13. September 2025 in Monheim an Anja Reumschüssel für ihr Buch „Über den Dächern von Jerusalem“ verliehen. Die Mitglieder der Jugendbuchjury durften sich vorher ins Goldene Buch der Stadt Monheim eintragen. Ein Video von der Amos-Jugendbuchjury zur Shortlist könnt ihr hier auf Youtube anschauen.
Der Preis – die Nominierungen – die Jury

Zweijährlich würdigt die Stadt Monheim am Rhein auf Entscheidung einer unabhängigen Jury aus Jugendlichen einen besonderen Jugendroman. Der Ulla-Hahn-Jugendliteraturpreis (vormals: Wi[e]derworte-Preis) wird zusammen mit dem Ulla-Hahn-Literaturpreis der Stadt Monheim vergeben. Die Schriftstellerin Ulla Hahn wuchs in sehr einfachen Verhältnissen auf. Das Lesen weckte ihre Neugier auf die Welt, und das Schreiben gab ihr die Möglichkeit, ihr Leben selbst zu entwerfen und sich mit den brennenden Themen ihrer Gegenwart auseinanderzusetzen.
Deshalb soll es auch bei den nominierten Büchern um Geschichten gehen, bei denen sich junge Hauptfiguren im Spannungsfeld aktueller Herausforderungen entwickeln – Krieg und Frieden, Klimawandel, Umgang mit Rassismus und anderen Formen von Menschenfeindlichkeit, Einsatz für Freiheit und Demokratie oder ganz persönliche Themen des Erwachsenwerdens und der Identitätsentwicklung.
In die Auswahl kommen Romane, die 2023 oder 2024 als deutschsprachige Originalausgabe erschienen sind. Neuausgaben oder Übersetzungen sowie Anthologien sind ausgeschlossen, ferner auch selbstverlegte Bücher sowie Bücher aus Druckkostenzuschuss-Verlagen, Books on Demand oder reine E-Books. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro dotiert. Die Preisverleihung findet am 13.09.2025 statt. Die Jury besteht aus Gruppen von jeweils bis zu 8 stimmberechtigten Mitgliedern im Alter von 12 bis 16 Jahren.
Die sechs Jury-Gruppen – die Kick-off-Veranstaltung – die Longlist

Sechs Jury-Gruppen trafen sich am Freitagnachmittag, 27.9.2024, zur Kick-off-Veranstaltung in der Brotfabrik in Beuel und wurden von Christian Linker, Siegfried Bast (Ulla-Hahn-Haus) sowie Verena Münsberg und Mona Zubedi (Team Käpt´n Book) herzlich begrüßt. Schüler/innen von fünf Bonner Schulen, darunter das Amos, sowie aus Monheim lernten sich über einen „Bücher-Party-Talk“ kennen. Die Aufregung war im großen Raum der Brotfabrik spürbar: Welche zwanzig Jugendbücher stehen dieses Mal auf der Longlist, die bis Januar 25 durchgeschmökert werden muss, um für eine Shortlist acht Bücher zu nominieren und in Monheim Ende Juni die Preisträgerin/den Preisträger zu küren?
Noch waren alle Bücher auf sechs Büchertischen, den jeweiligen Jurygruppen zugeteilt, unter Tüchern versteckt. Die Spannung wuchs, bis der Bücherberg endlich gelüftet werden durfte und Christian Linker ein „Bücher-Speed-Dating“ einläutete: Cover wurden wahrgenommen, Klappentexte überflogen, der erste Satz gelesen. Schon waren alle im „Bücher-Rausch“, bei Pizza, Keksen und Obst gab es Gelegenheit, sich einzulesen, anschließend wurden Kriterien für die Bewertung ausgetauscht: Was macht einen „guten (Jugend-)Roman“ aus? Hier begann unter den Jugendlichen eine kontroverse Diskussion, die nur durch das Zeitlimit – vorläufig – ein Ende fand. Rasch verstauten alle Jurymitglieder die Bücher in ihren Rucksäcken, um am Wochenende mit dem Lesen zu beginnen. In der Straßenbahn wurde übrigens weiter diskutiert, was ein gutes Buch ausmacht. Aufmerksame Fahrgäste konnten nur staunen.
Dr. Cordula Grunow

