Reformationsgottesdienst 2025

Reformationsgottesdienst rief zu Mut und dem Kampf gegen die eigenen Ängste auf

Unter dem Motto „Reformationstag – ein Fest gegen die Angst“ feierte das Amos in der Johanneskirche den diesjährigen Reformationsgottesdienst, der den Schülern und Schülerinnen Mut und Kraft gegen jede Art von Ängsten vermitteln sollte. Der Gottesdienst wurde vorbereitet von Lisa Appel und ihrem Reli-Kurs der Klasse 10a sowie weiteren Schülern und Schülerinnen anderer Stufen.

Predigt von Dr. Flüchter – Jeremias Mut

In seiner Predigt stellte Dr. Sascha Flüchter, Stellvertretender Leiter der Abteilung Bildung und Diakonie im Landeskirchenamt der EKiR, am Beispiel des biblischen Propheten Jeremia heraus, dass Gott um unsere Ängste und Unsicherheiten weiß und uns Mut zuspricht. Gott wusste um die Ängste des Jeremia, der davor warnen sollte, dass sein Volk vom babylonischen Herrscher Nebukadnezar in die Gefangenschaft geführt werde. Und obschon Jeremia sich als ohnmächtig und angstvoll im Angesicht der Aufgabe Gottes erachtete, vertraute Gott auf dessen Mut. Gott kannte dessen Ängste und versicherte ihm: „Genau so bist du mir wichtig.“

Gott sichert uns Mut zu

Dr. Flüchter verwies in seiner Predigt auf die von vielen Schülern und Schülerinnen des Amos hergestellte Bilderwand mit Darstellungen ihrer Ängste und Sorgen, als er sagte: „Angst ist mächtig, sobald sie mit uns allein ist.“ Aber, so Flüchter weiter, „Gott unterstützt uns: Du bist nicht allein mit deiner Angst, das wird dir Mut machen.“ Entsprechend brachten einige Schüler/innen große, bunte Buchstaben auf der Sorgenwand an, die zusammengesetzt die Zeile „Fürchte dich nicht“ ergaben – ein wunderbares Zeichen für den Umgang mit unseren oft übermächtig erscheinenden Ängsten.

Count on me

Musikalisch wurde der versammelten Schulgemeinde ebenfalls Mut zugesprochen, u.a. mit dem Lied „Count on me“ des Unterstufenchores unter der Leitung von Christiane Koban-Müller. Die neu formierte Kleine Jazzband unter der Leitung von Christoph Müller spielte schwungvolle Lieder zur Erbauung, den „Trumpet Tune“ und den „Elephant Walk“. Das Lied “Aus der Tiefe rufe ich zu dir“ wurde von der gesamten Schulgemeinde gesungen und von Adrian Greiner an der Orgel begleitet. Die Fürbitten riefen ebenso dazu auf, sich den Ängsten vor Schulstress und Versagen, vor Krieg und Tod, vor Umweltzerstörung und dem Alleinsein selbst zu stellen, indem wir um Barmherzigkeit bitten, die wir durch Gott erlangen. Mögen diese Bitten in Erfüllung gehen und die Schüler und Schülerinnen von Mut und Zuversicht bestärkt ihren Schulalltag meistern.

Nils Klatte (02.11.25)