Mission 2025

Amos-Crew auf Weltraumflug zum Jupiter –

Theater am Amos hebt ab!

 

Theaterstück „Die Mission“ von Susanne Fuß

Im Juni fand die Premiere der von Anette Niefindt-Umlauff inszenierten Aufführung des Theaterstückes „Die Mission“, geschrieben von Autorin Susanne Fuß, in der Aula statt. Dafür verwandelte sich die Bühne des Amos u.a. in den der Kommandoraum eines Raumschiffes, der Argus 2. Dem Stück zufolge soll im Jahr 2068 ein bemanntes Raumschiff zum Jupitermond Europa fliegen, um dort nachzuweisen, dass es außerirdisches Leben gibt. Doch zunächst gilt es, in einem ersten Testflug die Technik und die Teamfähigkeit des Personals zu prüfen. Schnell wird deutlich, dass nicht alle Angehörigen der Crew und der Bodenkontrolle miteinander harmonieren.

Konfliktreiche Reise ins All

Was bewegt einen Menschen monate-, gar jahrelang in einer engen Blechbüchse durch ein leeres, lebensfeindliches Universum zu treiben, fernab von allem, was er kennt und was für ihn jemals Bedeutung haben wird? Commander Sanders, charakterstark gespielt von Ilias Marx, ist die Verkörperung des Entdeckers, der zu den letzten Grenzen und darüber hinaus aufbricht, um seine Neugier und sein Verlangen nach Erkenntnis zu befriedigen. Hohe Intelligenz und ein übersteigertes Geltungsbedürfnis führen dazu, dass er seinem Erkenntnisziel alles andere unterordnet.

 

Auch wenn man den Crewmitgliedern (Ida Bohlen, Mila Knäpper, Rosa Haußer und Alex Wolfertz) ebenfalls Interesse an der Mission attestieren kann, spielen bei ihrer Teilnahme eher ganz irdische Beweggründe eine Rolle. Sie haben die Erde nicht so weit hinter sich gelassen wie ihr Kommandant. Daraus ergeben sich genug Konflikte, um die Handlung voranzutreiben.

 

Aber auch auf dem Heimatplaneten Erde geht es drunter und drüber: die Missionsleitung (Bahar Gel) geht auf Konfrontation mit NASA-Chef Branson (resolut: Merle Fuß), Raumfahrttechniker Hastings (Therese Biewer) und seine Vertraute Esther Mitchell (Alisa Rozuimieienko) kopieren illegal NASA-Material, um zu beweisen, dass die Mission in Wahrheit ein Selbstmordkommando ist. Verwandte (Nastya Plotnykova, Ann-Kathrin Kürzinger) leiden darunter, die Presse (Rebecca Fuß) stellt kritische Fragen. Am Ende wartet das geschickt arrangierte Drama noch mit einer echt überraschenden Wendung auf, die hier nicht verraten werden soll.

 

 

Das Bühnenbild erinnert an Hollywood- Produktionen

Der eigentliche Star der Amos-Aufführung ist jedoch das eindrucksvolle Bühnenbild, das unter der Leitung von Ian Umlauff von Schülern und Schülerinnen des Amos, Eltern, Ehemaligen und vielen freundlichen Helfenden in mühevoller Werkstattarbeit über Wochen hergestellt wurde. Wie in einer echten Raumkapsel blinken und leuchten im Cockpit des Raumschiffes Knöpfe, Armaturen und digitale Screens in bunten Farben. Haltegriffe zum schwerelosen Flug und eine riesige Durchstiegsluke, Kabel und Computer, Sicherheitshinweise und Notfallkoffer wirken so authentisch wie sonst nur an einem Hollywood-Filmset – grandios!

Hinzu kommt eine exquisite Beleuchtung (Justus Ahlke, Leonie Philippen), ein gut eingestellter Ton (Karolin Kiehne), aufwändige Requisiten und täuschend echte NASA-Kostüme (Susanne Fuß, Dr. Michael Wolfertz, Alex Wolfertz). An dem Stück und dessen Realisierung waren Schüler*innen von Klasse 8 bis zur Jahrgangsstufe Q2, aber auch Ehemalige beteiligt. Ein besonderer Dank geht an den Verein der Freunde und Freundinnen sowie Ehemaligen des ACG und allen anderen, die mit Rat und Tat zur Seite standen und diesen eindrucksvollen Flug ins All zu einem echten Weltraumabenteuer für das Amos-Publikum werden ließen.

Nils Klatte (15.06.25)