Lange Nacht der Mathematik

Mathenacht 2023 – Ein Kompaktseminar zur Förderung der Frustrationstoleranz

Dass die Aufgaben der Mathenacht schwierig sind und alle Beteiligten in den vergangenen Jahren fast zur Verzweiflung brachten, ist bekannt und macht auch den Reiz der Mathenacht aus. Ungefähr 120 neugierige und denkfreudige Schülerinnen und Schüler (+ ca. 20 Elternteile und ein paar Ehemalige) wollten sich auch in diesem Jahr den Aufgaben stellen und sich nicht frustrieren lassen. Und das, obwohl ein Schultag und noch der Adventsbasar hinter ihnen lag.

Und dann passierte das, was bei uns Lehrerinnen und Lehrern zu einem Deja-Vu-Erlebnis führte. Wir konnten die Aufgaben nicht herunterladen, ähnlich wie beim Abitur im Frühjahr.

Nach über eineinhalb Stunden, der erste Schwung Pizza (15 Party-Bleche) war schon verspeist, wurden die Aufgaben über andere Kanäle zur Verfügung gestellt und alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten losknobeln. In Klasse 5 und 6 musste z.B. folgendes Problem gelöst werden.

ONE + ONE = TWO

verschiedene Buchstaben stehen für verschiedene Ziffern, eine Zahl fängt nicht mit einer 0 als erste Ziffer an. Es gibt 16 Lösungen für dieses Kryptogramm. Gesucht ist die Summe aller Lösungen für ONE

Natürlich war das Warten frustrierend, natürlich ist es frustrierend, fünfmal eine Lösung in die Maske einzugeben und das Feld bleibt die ganze Zeit rot. Aber in allen Klassenstufen wurden die Felder im Laufe des Abends grün, alle Klassenstufen haben die zweite und teilweise auch die dritte Runde erreicht. Und dann stellt man fest, dass es sich gelohnt hat, die Frustration auszuhalten.

So gingen im Laufe des Abends viele zufriedene Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene nach Hause und wir haben uns (als wir um 1.20 Uhr die Schule abgeschlossen haben) gesagt: Es war anstrengend, aber es hat Spaß gemacht.

 Von Felix Hartenstein