Jugendbuchpreis Wi(e)derworte – Jugendliche als Jurymitglieder

Fünfzig Jugendliche lesen für den Wi(e)derworte-Jugendbuchpreis 2023, zwölf Amos-Schüler/innen sind dabei, manche von ihnen zum dritten Mal. Zwanzig Titel stehen auf der Longlist. Nun heißt es: Lesen, lesen, lesen.

Gesucht wird: Das beste Jugendbuch der letzten zwei Jahre

Seit 2013 wird der Jugendbuchpreis alle zwei Jahre von der Stadt Monheim verliehen und gehört mit einem Preisgeld von zunächst 5000 Euro, inzwischen 10000 Euro zu den am höchsten dotierten Auszeichnungen für Kinder- und Jugendliteratur im deutschsprachigen Raum. Inspiriert vom Werk und der Lebensgeschichte Ulla Hahns zeichnet er Bücher aus, die von der Emanzipation junger Menschen erzählen. Im Fokus stehen Geschichten über junge (Anti-)Heldinnen oder -Helden im Widerstreit, die großen gesellschaftlichen Fragen unserer Zeit, Wege und Irrwege des Heranwachsens oder die Auseinandersetzung mit der Welt und dem eigenen Ich. In die Auswahl für den Preis kommen Romane, die in den jeweils vergangenen zwei Jahren als deutschsprachige Originalausgabe erschienen sind.

2013 ging der Jugendbuchpreis an Jennifer Benkau für „Dark Canopy“, 2015 an Wulf Dorn für „Phobia“, 2017 an Heike Karen Gürtler für „Mut ist der Anfang vom Glück“, 2019 an Lea-Lina Oppermann für „Was wir dachten, was wir taten“, 2021 an Antje Leser für „Luftschlösser sind schwer zu knacken“.

 

Kick-off-Veranstaltung für 2023
Spielen Cover und Klappentext eine Rolle für die Beurteilung eines Buches? Muss die erste Seite eines Buches auf Anhieb überzeugen? Es war eine engagierte Diskussion zum Auftakt der Jury-Arbeit im November 2022. Denn die rund 50 Jugendlichen zwischen 12 und 16 Jahren entscheiden darüber, welches Buch der beste deutschsprachige Jugendroman der Jahre 2021 und 2022 ist und den mit 10.000 Euro dotierten Wi(e)derworte-Jugendbuchpreis 2023 erhalten wird.
Die Jury besteht aus sechs Jugendgruppen – eine Gruppe arbeitet im Monheimer Ulla-Hahn-Haus, die fünf anderen Gruppen haben sich an Bonner Schulen gebildet, darunter am Amos. Ihre Arbeit beginnt mit der Sichtung einer Longlist von 20 aktuellen Titeln aus diesem und dem vorigen Jahr. Darunter Werke von etablierten Schreibenden wie Kai Meyer, Susan Kreller oder Antonia Michaelis, aber auch von neuen Talenten wie Chantal-Fleur Sandjon oder Josefine Sonneson. Ihre Romane handeln von gesellschaftlichen Konflikten wie Klimawandel, Armut, Krieg und Gewalt, von persönlichen Schicksalen wie Krankheit und Außenseitertum oder von den ganz normalen Dramen des Heranwachsens und der ersten Liebe Die Verlage stellen den Jugendlichen kostenlose Lese-Exemplare zur Verfügung. Zusätzlich können die Jurymitglieder eigene Vorschläge einbringen. Die Jurykoordination hat Christian Linker inne, Siegfried Bast vom Ulla-Hahn-Haus Monheim (UHH) und Cornelia Kothe vom Team Käpt’n Book, Kulturamt der Bundesstadt Bonn sind weitere Ansprechpartner.

Kürung des Siegerbuches im Juni 2023, Preisverleihung im September 2023
Erste Leseeindrücke der Longlist wurden in der Amos-Jury-Gruppe kurz vor Weihnachten ausgetauscht – alle waren zunächst von allen neuen Büchern begeistert – das wird schwer werden, kein Buch wanderte auf Platz 20. Für die Ferien deckten sich alle mit Lesestoff ein.
Bis Ende März 2023 wird jede Gruppe zwei Titel für den Preis nominieren. Daraus wird eine Shortlist gebildet, bevor die Jugendlichen im Juni das endgültige Siegerbuch küren werden.
Die feierliche Preisverleihung findet am 2. September an einem Ort statt, der die Städte Monheim und Bonn verbindet: auf dem Rhein, genauer gesagt auf der MS RheinGalaxy. Die aus Monheim stammende Schriftstellerin Ulla Hahn, auf deren Initiative der Preis zurückgeht, wird die Preise gemeinsam mit Bürgermeister Daniel Zimmermann überreichen.

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