Das Suchtpotential sozialer Medien

Am Dienstag, 30.06. 2026 fand im LVR Landesmuseum in Bonn eine Podiumsdiskussion mit Professor Dr. Hendrik Streeck zum Thema „Mediensucht“ statt. Organisiert war die Veranstaltung von der Bürgerstiftung Rheinviertel. Auf dem Podium saßen Schüler vom Ako, EMA und Amos. Julia Scaal und Ferdinand Seibold hatten sich gut vorbereitet und Fragen gestellt wie z.B. „Wie verändert Mediensucht die Konzentrationsfähigkeit?“ „Wie beeinflusst die ständige Erreichbarkeit den Stresspegel?“ „Welche Langzeitfolgen wird es geben?“
Streeck betonte, der Umgang mit digitalen Medien sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, es gehe darum, die Freiheit der eigenen Entscheidungen zu erhalten und sich nicht durch Algorithmen bestimmen zu lassen und in eine Abhängigkeit zu geraten. Man müsse darauf achten, was man nicht mehr macht, wenn man zu viel vor dem „Bildschirm“ sitzt, z.B. nicht mehr Freunde treffen, nicht mehr schlafen, nicht mehr Finanzen kontrollieren können. Das Beschneiden des echten Lebens sei problematisch. Auch das Publikum, Oberstufenschüler/innen der drei Schulen, diskutierte engagiert mit. Streeck betonte, es gehe auch um Eigenverantwortung und darum, dass in der Gesellschaft ein roter Faden der Prävention installiert würde, den es bisher nicht gebe.
Fotos/Copyright: Tanja Dörfler/BRV